Das Leben stinkt


Heute morgen las ich, eine Unicef-Studie habe ergeben, dass nirgendwo Kinder ihre Zukunft so pessimistisch beurteilten wie in Deutschland. Und, man stelle sich vor, auf dem Weg zur Arbeit hat sich dieses Bild bestätigt.

Ein vollbesetzter Bus. Ich stehe zwischen jemanden mit einer „lustigen“ Mütze, die aussieht, als trüge die Person nur ein Stirnband, aus dem orange Flokatihaare quellen und zwei müffelnden Teenagern.

In der allgemeinen langweiligen Stille ertönt plötzlich die fluchende (!) Stimme eines ca. 1,5-jährigen (!!) Kindes: „Scheiße, scheiße, scheiße.“

Alles blickt irritiert auf. Erst starrt man auf das Kind im Kinderwagen (!), dann auf die Mutter. Die wirkt peinlich berührt und versucht sich an folgender Lösung: Auf den knallbunten Schulranzen eines entfernt stehenden Kindes deutend, sagt sie mit zuckersüßer Stimme: „Aber nein, Schatz. Das ist doch eine BLUME.“

Darauf das Kind, kopfschüttelnd. „Nein. Scheiße. Ist doch alles scheiße…“

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