Wer ist eigentlich der Antichrist?


Gibt es eine wichtigere Frage?

Ja! Aber die interessiert hier nicht. Wir wollen uns vielmehr damit auseinandersetzen, woran man den Antichristen erkennt und diese Erkenntnis mit potentiellen Antichristkandidaten vergleichen.

Die Antwort auf die Frage nach dem Antichristen ist selbstverständlich nicht ganz einfach. Wäre sie es, könnten wir uns die ganze Apokalypse sparen und zur Tagesordnung übergehen.

Jahrhunderte haben sich gelehrte Häupter oder, nun ja, Häupter, darüber Gedanken gemacht, wer uns denn als tierischer Antichrist den Untergang der Welt einläuten könnten. Freundlicherweise findet man Deutungshinweise in der Bibel, nämlich in der Offenbarung des Johannes. Die muss man nicht ganz lesen (so viel sei verraten: es gibt ein Happy End. Jedenfalls für ein oder zwei Menschen). Es reicht Kapitel 13.

Schauen wir uns anhand dieses Textes an, woran wir den Antichristen erkennen können:

1. Ein Tier stieg aus dem Meer, mit zehn Hörnern und sieben Köpfen. Auf seinen Hörnern trug es zehn Diademe und auf seinen Köpfen Namen, die eine Gotteslästerung waren (13,1)

Wie verteilt man zehn Hörner ästhetisch auf sieben Köpfe? Ich weiß es nicht. Jedenfalls ist das Tier eitel und tätowiert und damit haben wir Hinweis #1.

2. Das Tier, das ich sah, glich einem Panther; seine Füße waren wie die Tatzen eines Bären und sein Maul wie das Maul eines Löwen. Und der Drache hatte ihm seine Gewalt übergeben, seinen Thron und seine große Macht (13,2).

Eventl. müssen wir uns einen schneidigen Typen mit großen Füßen, vorlauter Klappe und womöglich einer schrecklichen Mutter vorstellen. (Hinweis #2)

3. Einer seiner Köpfe sah aus wie tödlich verwundet; aber die tödliche Wunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah dem Tier staunend nach.; (13,3)

Hier haben wir – ausnahmsweise ohne Interpretationsbedarf – Hinweis #3.

4. Es taucht nun in der Offenbarung ein zweites Tier auf, das ein sprechendes Standbild des ersten Tieres erschafft und die Menschen zwingt, dieses anzubeten. Bitte nicht beschweren, ich versuche nur abzukürzen. Nachzulesen unter 13,4-13,16. Dies könnte Hinweis #4 sein.

5. Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen trug: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. (13,17)

Die Zahl ist, wie jeder weiß, die 666. Und damit ergibt sich unser letzter Hinweis. Hinweis #5.

Wer sich jemals irgendwie mit dem Thema auseinandergesetzt hat, der weiß, es gab und gibt eine ganze Reihe heißer Kandidaten für den Posten des Antichristen.

Schauen wir mal:

1. Hitler

Na, wenn nicht er, wer denn dann? Hitler ist ein Top-Kandidat.

Gut, tätowiert war er vermutlich nicht. Aber sein Hakenkreuz war definitiv gotteslästerlich, immerhin war es einer heidnischen Religion entliehen. Welche Schuhgröße er hatte, will mir das Netz partout nicht verraten. Hitler hat diverse Attentate überlebt, u.a. das bekannteste vom 20. Juli 1944. Die Beziehung zu seiner Mutter war zumindest kompliziert und ganz sicher ergibt der Name Adolf Hitler in irgendeiner Konstellation numerisch den Wert 666.

Die Sache hat nur einen Haken. Hitler ist tot und wenn er nicht als unsterblicher Zombie wiederaufersteht, wird nichts aus der Apokalypse.

Und damit scheidet Hitler aus.

2. Bill Gates

Auch Bill Gates ist wahrscheinlich nicht tätowiert und hat damit zumindest eine Sache mit Hitler gemein. Eitel ist er nun gar nicht, dafür ist sein Fenstersymbol über die ganze Welt verbreitet und muss z.T. tatsächlich benutzt werden, um kaufen oder verkaufen zu können. Ob er jemals einen Schlag auf den Kopf bekommen hat, kann nicht unbedingt bezweifelt werden, aber auch das Gegenteil lässt sich nicht beweisen.

Lies den letzten Satz im vorherigen Absatz ruhig zwei- oder dreimal und grüble über die Aussage nach. So kann ich dir bequem unterjubeln, dass Bill Gates definitv den Zahlenwert 666 ergibt! Außerdem hat Steve Ballmer der Menschheit sicherlich x-mal Videos von Bill Gates vorgespielt und damit das sprechende Standbild erschaffen.

Somit ist völlig klar, Bill Gates ist der Antichrist.

3. Der Papst

Muss ich dazu eigentlich irgendetwas erklären? Rein optisch erinnert PUSTELL (Papst Und STELLvertreter) des Herrn durchaus an eine Kreuzung aus allen möglichen Tieren. Sein Sitz ist zudem in Rom, der Stadt der sieben Hügel (Häupter). Sein Vorgänger wurde verletzt und wieder geheilt und wird heute noch verehrt. (Sprechende Standbild usw.) Und JA, der Papst hat selbstverständlich die Zahl 666!

Damit ist der Papst der Antichrist!

4. Tim Berners Lee

Falls du nicht weißt, wer das ist: Tim Berners Lee ist nicht nur ein potentieller Antichrist, er ist auch der Erfinder des WWW. WWW bedeutet, du kannst es dir vielleicht schon denken: 666. Na bitte! Und wer kann heute schon noch ohne das Internet ein- oder verkaufen! Eben! Niemand. Außerdem hat sich das WWW als enormes Machtinstrument über die gesamte Menschheit entwickelt und Tim Berners-Lee wurde im Gegenzug für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Besser kann man sich ja wohl nicht tarnen!

Tim Berners Lee ist eindeutig der Antichrist!

5. Obama

Er trat als der Messias auf, bewegte die Massen auf der ganzen Welt, ist eitel und wortgewandt. Man hat ihm vorgeworfen, ein Panther zu sein (ein black panther um genau zu sein) und selbstverständlich ergibt auch sein Name die Zahl 666. Außerdem wurde er von einem Drachen auf den Thron gehievt (nein, nicht Michelle, sondern George W. Bush, jedenfalls indirekt). Obama gilt als der mächtigste Mann der Welt und sein Abbild flimmert dauernd über die Mattscheibe. Und wer erinnert sich nicht an die Obama-Jünger aus der Wahlkampfphase, die ihr Idol wahrhaftig anbeteten. Außerdem HAT Obama den Friedensnobelpreis gewonnen!

Obama ist – das ist offensichtlich – der Antichrist.

6. Schäuble

Der rollende Antichrist in seinem Feuerstuhl! Nein, man darf natürlich keine Witze über Behinderte machen! Pfui, das ist böse.
Schäuble ist dennoch ein heißer Anwärter, allerdings eher ein Möchtegern-Antichrist. Er hat KEINE anbetungswürdigen Eigenschaften, taugt also nicht als falscher Prophet. Er würde zumindest die Menschheit gerne mit einem Mal versehen, scheiterte in der Vergangenheit mit fast allen Überwachungsvorhaben aber immer wieder. Er wurde verwundet, aber nicht geheilt. Niemand wünscht sich zudem ein sprechendes Standbild von ihm.

Wenn Schäuble also demnächst nicht von alleine aufsteht und sein Zensursula-Tattoo enthüllt, sehe ich kaum Chancen auf den Posten des Antichristen.

7. Guttenberg

Ja, der ist momentan weg vom Fenster, ich weiß. Aber genau darum ist er der verdammte Antichrist! Schließlich ist er metaphorisch verwundet, sogar am Kopf (man denke an das grausame Entreißen des Doktorhuts!). Und er hat bereits angekündigt, dass er wiederkehren wird. Selbstverständlich auf wundersame Weise geheilt (geläutert).

Er wurde von den Massen angebetet und er wird es wieder werden, dafür wird schon das zweite Tier sorgen (Boulevard).

Und in dieser Liste ist er der eitelste, keine Frage.

Außerdem hat er 666 Namen!

Es könnte beim Lesen hier und da die Frage aufkommen, warum Offenbarungen und/oder Prophezeiungen eigentlich IMMER in Form von interpretationsbedürftigem Geschwurbel daherkommen. Nun ja, wenn man sich klar ausdrückt, kann man in Erklärungsnot kommen, wenn die Prophezeiung nicht eintritt. Außerdem wäre es ja zu einfach, wenn z.B. Gott oder die heilige Jungfrau bei einer ihrer zahlreichen Erscheinungen Tacheles reden würden. Und langweilig!

Selbstverständlich greift aber auch hier die religiöse Universalerklärung: Gottes Wege sind unergründlich. Immer noch nicht zufrieden? Nun, man kennt das ja von sich selbst, z.B. aus Vorlesungen oder Filmen. Wie genau kann man nach zwei Stunden schon aufschreiben, was der Dozent von sich gegeben hat oder was der Film eigentlich aussagen wollte? Eben.

Falls ich übrigens irgendjemands religiöse Gefühle verletzt haben sollte, tut mir das von Herzen gar nicht leid.

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Ein gutes Beispiel für…


Religionsmissbrauch, Intoleranz und menschlichen Kleinmut. Und ein gutes Beispiel dafür, warum Religionen nichts mit Gott zu tun haben können, geschweige denn von einem Gott gewollt sein können.

Die Parteien, die Religionsgemeinschaft, der Glaube, die Menschen sind austauschbar:

Vertreter der gleichen Religion liefern sich eine Auseinandersetzung wegen einer wahrlich bedeutenden Angelegenheit, nämlich wegen eines Parkplatzes. Für die einen ist es inakzeptabel, den Parkplatz an einem Tag zu öffnen, an dem laut ihres Glaubens (fast) jeder Handgriff zu vermeiden sei, ganz bestimmt aber das Autofahren. Deshalb kann Gott auch nicht das Parken gewollt haben. Die anderen dagegen sehen alles ein wenig lockerer und finden nichts anstößiges oder gar blasphemisches an der Inbetriebnahme des Parkplatzes.

Da es um so etwas wichtiges geht, kann verständlicherweise nicht mit Akzeptanz oder gar Toleranz, basierend auf Nächstenliebe, eine Lösung gefunden werden, weshalb man bestärkt durch die einzige Richtigkeit des eigenen Glaubens geradezu von der anderen, falsch liegenden Partei gezwungen wird, Gewalt anzuwenden. Logische Konsequenz: Man bewirft die gottlosen oder die fanatischen Andersdenkenden mit Steinen.

Würden nur alle Religionsgemeinschaften ihre heiligen Bücher auch wirklich lesen! Aber Jesus sagt ja auch: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. (Johannes 8, 7)  Und Sünden begehen ja immer nur die, die in ihrem Glauben falsch liegen.

Wie man – auch in harten Zeiten – RICHTIG Geld verdienen kann (2)


Die zweite Möglichkeit, in harten Zeiten Geld zu verdienen, führt uns auf ungewohntes Terrain! Wir begeben uns nämlich in die Gefilde der Kunst und wenn du womöglich denkst, gerade die sei ja nun ein brotloses Geschäft, dann bist du nicht nur im Irrtum, sondern hast ein völlig falsches Bild vor Augen!

Wisch den spitzwegschen Poeten aus deinem Gedächtnis und  heiße den neuen alten Gott Mammon willkommen!

Für dieses Geschäftsmodell – ich will es nicht verschweigen – ist es allerdings erforderlich, daß du dich von hehren Idealen verabschiedest. Das mag Kraft kosten, jedenfalls sofern du mit Geist und Intellekt gesegnet bist. Aber es lohnt sich! Dein Mantra lautet von nun an:

Kunst ist, wenn es die Leute kaufen möchten!

Nun gibt es viele musische Bereiche, die ein reichhaltiges Einkommen sichern können. Darstellende Kunst beispielsweise oder – auch sehr lukrativ – Musik. (Strebst du letzteres an, ein heißer Tipp von mir: Volkstümliche Lieder!)

Wir jedoch widmen uns einer Gattung, die keine Investitionen erfordert: Der Literatur. Keine Angst! Der Begriff Literatur ist weit auslegbar und bedeutet nicht zwangsläufig Goethe oder Schiller (wären heute ohnehin komplett erfolglos). Als Literatur bezeichnen wir jedes, wirklich JEDES schriftstellerische Werk, vom Groschenroman bis zur Bibel.

Vorschlag Nummer 2: Schreibe einen Erfolgsroman!

Vielleicht denkst du: Wie soll ich denn ein Buch schreiben, wenn ich keine Ahnung von Literatur habe?

Keine Sorge. Diese Kenntnisse wirst du dir schnell aneignen. Ich stelle dir sogleich drei literarische Gattungen vor, in denen man sich nicht allzu schwer etablieren kann. Im Anschluss empfehle ich dir jeweils drei Standardwerke, die dir genug Inspiration geben werden, deinen eigenen erfolgreichen Roman zu verfassen. Abschließend zeige ich dir anhand einer von mir verfassten Leseprobe eine beispielhafte Umsetzung als einfachen Einstieg in das jeweilige Genre.

Die erste Gattung, die ausgesprochen lukrativ sein kann, ist die klassische Liebesschnulze. Denk an Rosamunde Pilcher!
Dabei ist dieses Genre wahrlich einfach handzuhaben. Das Erfolgsrezept lautet:

  • Adel oder Gutsherren
  • Landschaft mit jahrhundertalter Gartenbaukultur
  • dunkles Familiengeheimnis
  • niemals Gesellschaftskritik oder aktuelle Hintergründe
  • kein Sex!!
  • Kinder ja, Teenager nein

Meine Leseempfehlung: Rosamunde Pilcher, Der Himmel über Cornwall

Im Folgenden nun ein kleines Beispiel, das dir zeigen wird, wie einfach es ist, sich in dieses Genre hineinzudenken und die Inspiration in Worte zu kleiden:

Wonnys schwarzblaues Haar umrahmte ihr blasses Gesicht wie ein dunkler Rahmen. Wie sehr hatte sie sich verändert. Er suchte nach den verschwommenen Konturen ihrer gemeinsamen Kindertage und konnte sie nicht finden. Die verlorene Wildheit, die Sommersprossen, die Schrammen, die Kletten im Haar. Er ertappte sich bei dem Gedanken, wie viel lieber es ihm wäre, würde die kindliche Wonny vor ihm sitzen, und nicht die sphärische Schönheit, die sie geworden war.

Wonny lächelte nervös. Seit Jahren hatten sie sich nicht gesehen. Und nun saß er vor ihr. Hochgewachsen, schlank, sein strohblondes Haar längst gebändigt. Einst legte er ihr Frösche in die Hand und neckte sie mit Weizenähren, jetzt reichte er ihr frisch gebrühten Earl Grey Tee in einer nahezu durchsichtigen Wedgewoodtasse.

Wonny ergriff sie vorsichtig. Ihre Augen suchten verschüchtert Zuflucht im ausgedehnten Park, der sonnendurchflutet den viktorianischen Pavillion, in dem sie nun zum ersten Mal seit langer Zeit gemeinsam die Teezeit verbrachten, umschloss wie ein smaragdgrüner Schal einen weißen, zarten Hals.

Lord Farnsworth-Bassington brach das Schweigen: „Wie lange ist das her, Wonny? Darf ich überhaupt noch Wonny sagen?“

Liegen dir Liebesgeschichten nicht oder bist du ein heterosexueller Mann, kannst du auch in der zweiten Gattung sehr erfolgreich sein. Inspiration mußt du dir in diesem Fall noch nicht mal erlesen, es reicht, wenn du dir ein paar einschlägige Videos ausleihst oder täglich WoW spielst! Ich spreche vom Fantasy-Genre. Denk an Hohlbein, denk an Paolini!
Das Erfolgsrezept lautet hier:

  • Mystik und Zauberei
  • Latente Erotik
  • Fabelwesen wie Drachen, Trolle, Elfen, Zwerge usw.
  • eine fiktive Welt am Abgrund
  • der Kampf Gut gegen Böse

Als Inspiration empfehle ich dir Midgard von Walter Hohlbein.
Selbstverständlich habe ich auch hierfür eine beispielhafte Leseprobe verfasst:

„Das Schicksal trieb uns an unterschiedliche Gestade, Raban. Die Zeit vermag unsere Geschicke nicht aufhalten. Es wird zu einem Kampf kommen, der ganz Athrada ins Verderben stürzen kann!“ Rabans Hände griffen unwillkürlich nach seinem Schwert. Doch hielt er in der Bewegung inne, wie ertappt.

Nachdenklich blickte er Yaleara in die Augen. Wie schön sie geworden war. Ihr schwarzblaues Elfenhaar glitzerte in Urdenbuls Mondlicht. Ihre Lippen bebten und verrieten ihre Nervosität, ihre Angst. Kein anderer hätte die Regung bemerkt, doch Raban kannte sie zu gut. Sein Blick streichelte ihre weiße Haut und glitt abwärts. Ihre Brüste wölbten sich unter Aelodil, dem Feenstaubpanzer, den Rh’kelril ihr nach der Eroberung Radgarhins anvertraute. Er erinnerte sich an den blutenden Horizont, die dampfende Erde, von Leichen übersät. Wie eine Schicksalsgöttin stand Yleara auf dem Schlachtfeld und streifte ihre silberweiße Rüstung vom Leib. Bewundernd und begehernd beobachtete er damals die Zeremonie, ihren nackter Körper, nach dem er sich seit ihrer gemeinsamen Jugend in den Wäldern von Ontorbel sehnte.

Der Verlust seiner Krieger an jenem Tag, als sie ihn vernichtend schlug, schmerzte ihn nicht mehr als das Wissen, das er sie niemals werde haben können.

Noch ein Genre kann dir zum verwünschten Erfolg verhelfen. Solange du allerdings nicht berühmt bist und deine literarischen Ergüsse von den Kritikern verlacht oder schlimmstenfalls ignoriert werden, solltest du in dieser Sparte möglichst unter einem Pseudonym schreiben. Es könnte sonst zu unangenehmen Diskussionen mit Familie und Freundeskreis kommen. Sobald du den verdienten Ruhm erlangt hast, kannst du dich getrost zurücklehnen und dein Machwerk von den Kritikern als tabubrechendes, feministisches Manifest in zart verrohter Sprache feiern lassen. Nennen wir die Gattung sexuelle Fäkalliteratur.

Das Erfolgsrezept für dieses Genre lautet:

  • Pipi
  • Kacka
  • Sperma
  • Muschischleim
  • jede Körperöffnung
  • Ausscheidungen aller Art
  • Ich-Erzähler(in)
  • einfache, schmucklose Sprache

Leseempfehlung zur Inspiration: Charlotte Roche, Feuchtgebiete

Auch hier gönne ich dir eine Leseprobe. Aus Gründen des Jugendschutzes werde ich allerdings die bösen, bösen Worten in einen Alibiausdruck kleiden, den du selbstverständlich nach Herzenslust mit deiner schmutzigen Fantasie füllen darfst! Geschlechtsteile und ähnliches werde ich im folgenden Text als Zauberwürfel bezeichnen. Handlungen, die an Kopulation erinnern, Fäkalabsonderungen beschreiben oder sonst unzüchtig erscheinen könnten, heißen von nun an husten.
Der geneigte Leser mag mir das nachsehen.

Mein Zauberwürfelloch tut weh. Scheiß Gemüsefetisch. Aber der Kürbis war einfach eine Herausforderung. Ich muß mich ständig herausfordern. War schon immer so. Besonders beim Husten. Und ich steh nun mal auf harte Huster von hinten. Schon als kleines Mädchen schob ich mir nasse Tampons in den Zauberwürfel und wackelte mit dem Bändchen wie mit einem Hundeschwanz.

Und jetzt sitze ich hier. Hannes, der Gesichtszauberwürfel vor mir. Scheiße, hab ich den lange nicht gesehen. Ob er noch immer so lange Haare an seiner Zauberwürfelritze hat? Ich erinnere mich noch genau an die braunen Klumpen, die sich darin sammelten. Wenn er auf mir rumrutschte hinterließ er Bremsspuren.

Zur Strafe veredelte ich seine Cola mit Zauberwürfelschleim. Gemerkt hat er’s nicht. Glaub ich. Vielleicht stand er aber auch drauf. Sein Zauberwürfel jedenfalls war gebogen, sobald er hart wurde. Er wusch sich so gut wie nie und wenn ich ihm einen abhustete, hatte ich Käsewürstchen in den Handflächen.

Am liebsten würde ich ihm in seine grinsende Fresse husten. Mein Zauberwürfel wird nass, wenn ich nur daran denke. Wie geil! Hannes, der Gesichtszauberwürfel, mit Hustensaft im Maul, der ihm aus den Mundwinkeln tropft. Als Belohnung lasse ich ihn meinen Zauberwürfel stopfen. Scheiß drauf, daß er weh tut!

Du siehst also, auch dieses Geschäftsmodell kann dir ohne finanzielle Investition und lediglich unter Verleugnung deiner Identität, deiner Moral, Ethik, deines Anspruchsdenkens und deiner Wertvorstellungen ein Einkommen ermöglichen, von dem du gut und abgesichert leben kannst!

Unkorrekte Ansichten bzgl. Vögel


Ja. Ohne n hintendran. Ich denke wirklich an das Federvieh. Wenigstens momentan.

Als ehemalige Bewohnerin Mordors finde ich es nämlich immer wieder überraschend, daß es hier in Hamburg Möwen gibt. Für den Norddeutschen ist das natürlich pillepalle, aber für mich, das bayrische Landei, ist das ein total ungewohnter Anblick.

Und der entschädigt mich tagtäglich für den Anblick widerwärtiger Tauben. Ich hasse Tauben. Tauben sind ibäh, Möwen sind dagegen hachschmacht. Sieht man ja schon in der Literatur. Die Taube in Patrick Süßkinds gleichnamigen Buch ist angsteinflößend und ekelhaft, dagegen ist Die Möwe Jonathan getreu dem hach so ungewöhnlichen Motto „Man kann alles erreichen, was man will“ ein ewig-kitschiger Quell ständiger Selbstmotivation. (Oder anders gesagt, Die Möwe Jonathan ist Der kleine Prinz für Krebskranke bzw. Der Alchimist für Krankenschwestern, ne letzteres streichen, Der Alchimist WURDE ja für Krankenschwestern geschrieben…)

Möwen sind die Allrounder der Evolution. Sie können laufen, fliegen, schwimmen. Sie sind schön anzuschauen, putzig, elegant und wirken sauber. Tauben dagegen sind Kruppzeug, deren einzige Daseinsberechtigung sich aus der Bibel ableitet. Weil sie der Menschheit EINMAL einen Gefallen getan haben… Pfft.
Andererseits kann man Tauben wenigstens essen und sie schmecken ganz passabel.

Aber ehrlich, eigentlich ist es schnurzegal, welcher Vogel einem auf den Kopf scheißt…