Man darf sich ja nicht ausgrenzen!


Da es, wenig überraschend in der fast letzten Woche des Jahres, bei Bloggern irgendwie gerade in ist, einen Jahresrückblick zu veröffentlichen, möchte ich mich diesem Trend nicht verschließen. Hier also mein Blog-Jahresrückblick 2008:

  • 2008 – Blog eröffnet.

Die Hamburger Tee-Plantagen


Der Supermarkt meines Vertrauens hat hier eine Aktion laufen, um den Verbraucher auf Produkte aus der Region aufmerksam zu machen. Finde ich gut. Schließlich haben Obst, Gemüse und sonstige Waren nicht so lange Transportwege hinter sich. Das schont die Umwelt.

Nun weiß ich ja als Neu-Hamburgering, daß Hamburg nicht nur der Nabel der Welt, die tollste Stadt und das Schönste ist, was Gott je erschaffen hat, sondern daß hier nichts unmöglich zu sein scheint.

Ich suche dann mal auf dem Stadtplan nach den Tee-Plantagen. Die müssen ja irgendwo sein. Wie sonst kann es sein, daß Darjeelingtee als heimisches Produkt ausgewiesen wird?

Als Landei habe ich eine Weile gebraucht, bis ich verstanden habe, daß „Produkt aus der Region“ nichts anderes bedeutet als „Hersteller aus der Region“. Aber man lernt ja stets dazu. 😉

Alles gesagt


Wenn folgende Feedreadermeldung nicht total neugierig macht, dann weiß ich auch nicht!

Alles gesagt

Maos Anzug im Kopf


Als Teenager, in der Schule, da ist es ja so wichtig, welcher Gruppierung man sich anschließt, welche Klamotten man trägt, wen man gut oder schlecht findet und zu welcher Clique man gehört.

Zu meiner Zeit und auf der elitären Schule, die ich besuchte (übrigens Geld-, nicht zwangsläufig Geisteselite), da trug man selbstverständlich Edellabels, ließ sich die Haare vom teuersten Friseur der Stadt ondulieren und betrachtete es als Rebellion und cooles Understatement, ein H+M T-Shirt unter dem teuren Hosenanzug zu tragen. H+M war damals der Kaufhof der Armen und Geschmacklosen. Letzteres ist er ja immer noch. Wer stilunsicher ist, der rennt zu IKEA und H+M, lässt sich alles vorkauen, um ja nicht den Hauch von Individualität entwickeln und eigenen, auch schlechten Geschmack haben zu müssen.

Die Sache ist doch die. Propagiert wird überall die Individualität. Man möchte sich abheben, besser fühlen und besser aussehen als der sogenannte Mainstream. In Wahrheit rennen die meisten aber doch in Maos Anzügen rum. Und viele haben die auch über’s Hirn gestülpt. Wer nicht zur Gruppe passt, wird ausgegrenzt.  Du bist Emo? Geh weg, Emo ist scheiße. Du trägst die Hose ÜBER dem Arsch? OMG, was bist du denn für einer?

Rudelbildung, wo man hinsieht. Kürzlich habe ich einem 12-jährigem Mädchen erzählt, das ändere sich mit dem Alter. Der Druck, einer Gruppe anzugehören, verschwindet mit der Zeit und ebenso die Anerkennung oder Häme. Als ich tags darauf zur Arbeit ging und all die Schlipsträger, die Carry-Bradshaw-Verschnitte mit ihrem InTouch-Outfit und die Bewußt-Geeks sah, da wurde mir klar: Ich habe gelogen.

Hat sich was mit der Altersweisheit…

Leiche auf dem Klo


Daß ich einfach zu viel Filme gucke, erkennt man daran, daß mich in öffentlichen Toiletten immer ein ungutes Gefühl beschleicht. Und zwar beim Öffnen einer geschlossenen Tür zum Örtchen. Irgendwie erwarte ich jedesmal, eine Leiche zu finden.

Und selbstverständlich halte ich mich im Zoo auch von wilden Affen fern!