Atomalitys Klosettpapier – Kerner kauft es auch!


Nehmen wir einmal an, ich produziere und vertreibe Toilettenpapier: Atomalitys Klosettpapier.

Mein Klopapier ist einlagig, kein bißchen reissfest, es schmirgelt ziemlich und empfindliche Personen bekommen bei Benutzung eitrigen Ausschlag an empfindlichen Stellen. Aber mein Preis ist einfach so unschlagbar günstig und mein Klopapier gibt es auch überall zu kaufen. Außerdem schmücke ich die Plastikverpackung mit Tittenbildern.

Mein Toilettenpapier ist das in der Bundesrepublik am häufigsten gekaufte. Damit das so bleibt, mache ich regelmäßig Werbung dafür. Mein neuester Marketing-Coup ist es, Prominente erzählen zu lassen, was sie von meinem Produkt halten. Die einen sagen, es sei schlimmster Müll, aber die Papprolle taugt als Stiftehalter. Die anderen bescheinigen der Folienverpackung Tauglichkeit als Wichsvorlage. Wieder andere behaupten, mein Klosettpapier nur deshalb zu kaufen, weil es eben ALLE kaufen.

Zeige ich mich nun als selbstironischer Unternehmer, setze ich mich ab, weil ich keine Produktlügen erzähle oder lache ich mir ins Fäustchen, weil meine Kunden einfach so doof sind, zu kapieren, welchen Dreck ich ihnen da anbiete?

Hier die Marketingkampagne im Überblick.

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Veröffentlicht von

Katjalyse

Ich heiße Katja. Oder so ähnlich. Seit 2008 wohne ich in der norddeutschen Diaspora (Hamburg). Grund: Liebe. Bisher nicht bereut. Weder Liebe noch Hamburg. Ich blogge seit 2005, also schon ein paar Tage länger und unter verschiedenen Pseudonymen. Aktuell unter Katjalyse und auf dem Mitmachblog.

17 Gedanken zu „Atomalitys Klosettpapier – Kerner kauft es auch!“

    1. Nein? Naja, der Promi, der zur Werbung aufgefordert wird und dann NICHT mitmacht, der ziert die nächste Klorolle…

  1. Das hab ich echt übersehen. Wobei die Promis mit dieser Kampagne auch Eigenwerbung machen. Die Frage ist natürlich, wie arm dran man sein muss, wenn man sich für so etwas hergibt. Manchen steht es ja ganz gut und es passt zu ihrem Niveau, bei anderen ist es aber schon sehr peinlich.

  2. Es geht dabei nur um die Abbildung der Promi-Fotos, diese Publicity ist mehr Wert als jedes Honorar.
    Der Pseudo-Meinungstext hat mit der Bildzeitung eigentlich so wenig zu tun, wie dein Klopapier mit sauberen Ärschen. Es dient nur dem Zweck das gewünschte Persönlichkeitsprofil des Promis zu transportieren.
    Würde mich wundern wenn die Promis das persönlich verfasst haben, das ist doch i.d.R. die Augabe deren PR-Manager.

    1. Gut Genscher hat es sicherlich nicht nötig, in seinem Alter noch Eigenwerbung zu betreiben. Er macht natürlich PR für die FDP, er ist doch schließlich das Aushängeschild dieser Partei. Nachdem das Persönlichkeitsprofil ihres Westerwave in den letzten Tagen ein paar Schrammen abbekommen hat, muss der Genscher-Promi das Bild der Partei jetzt wieder richten.

      1. Indem er für Bild wirbt? Du meinst, das richtet seiner Partei einen guten Ruf her? Und Du meinst, die Werbung mit Genscher sei jetzt ganz kurzfristig nach Westerwelles Ausrutschern reingekommen? Ich denke mal, Deinen Vermutungen fehlt jegliche Grundlage.

  3. Oh ja, bei der Fernsehwerbung denke ich immer:
    Sind die wirklich so blöd?

    Gruß Jochen

    PS: Schön wieder mehr von Dir zu lesen. Von reizzentrum wachgeküsst worden?

    1. Sie sind es wohl. Oder ihr Image ist ihnen gleich. Oder sie polieren ihr Image damit auf (wie z.B. Mario Barth).

      Ich glaube, es war die Wahl! 😉

  4. Am schlimmsten finde ich den dämlichen Lahm. Nicht nur, dass er es „Zeitung“ nennt, nein er ist auch Fußballer und damit Vorbild für millionen Kinder. Der hat doch echt zu viele Kopfbälle falsch genommen… *kopfschüttel*….

  5. Der Anbieter erfreut sich darüber, dass die Käufer des Klopapiers sich nur mit den Promis identifizieren, die es auch gut finden, die anderen scheinen sie nicht zu mögen. Oder denken halt nur „Naja, so ist halt die Bi… Atomalitys Klopapier“

    Kann es sein, dass man ohne den Link schnell darauf kommt, dass du eine spezielle Zeitung meinst?

  6. Warum machen Menschen solche Dinge? Ganz einfach: Man macht ihnen ein Angebot, das sie nicht ablehnen können. Der Fall Charlotte Roche hat ja damals gezeigt, was passiert wenn jemand solch ein Angebot (damals für ein Interview) ablehnt.

    Bekommt man eigentlich Schweinegrippe wenn das Wort auf dem Klopapier steht das man benutzt?

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