Schwarz-Gelb dient der Sache


Der erste Gedanke, der mir bei den Prognosen kam: Die Schafe haben ihre Schlachter gewählt. Das revidierte ich sofort: Die Schafe blieben ja zuhause.

Bei allem Elend, vier Jahre Schwarz-Gelb können für die Kämpfer der Freiheitsrechte und für die, die sich soziale Gerechtigkeit wünschen, nur gut sein. Denn sie werden Zulauf bekommen. Und politische Arbeit ist jetzt für jene, die voll Entsetzen in die Zukunft blicken, erste Pflicht! Es reicht schon, wenn man ein paar Nicht-Wähler überzeugen kann.

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Veröffentlicht von

Katjalyse

Ich heiße Katja. Oder so ähnlich. Seit 2008 wohne ich in der norddeutschen Diaspora (Hamburg). Grund: Liebe. Bisher nicht bereut. Weder Liebe noch Hamburg. Ich blogge seit 2005, also schon ein paar Tage länger und unter verschiedenen Pseudonymen. Aktuell unter Katjalyse und auf dem Mitmachblog.

10 Gedanken zu „Schwarz-Gelb dient der Sache“

  1. jopp, den gedanken hatte ich auch schon – allerdings könnte der preis, den wir dafür zahlen werden, ein hoher sein!

    hoffen wir es wird nicht zu schlimm!

  2. Wartet ab, Ich bin auch nicht begeistert, aber ich erwarte schon, daß es bei einer Regierungsbeteiligung der FDP keine weiteren Grundrechteabbau geben wird. Ich sehe eher düstere Zeiten in der Wirtschafts- und Sozialpolitik kommen.

  3. @tobi: Es wird schlimm, davon gehe ich aus. Aber momentan fühle ich genau deshalb einen Motivationsschub, tatsächlich aktiv etwas dagegen zu tun.

    @buntklicker: Immerhin gibt es auch eine recht große Opposition. Die Linke wird bei den nächsten Landtagswahlen weiter profitieren, denke ich. Aber was passiert mit der SPD?
    In jedem Fall wird es interessant werden. Schauen wir mal…

    1. Ich denke, dass der SPD – vielleicht mag es paradox klingen – gerade nichts besseres passieren konnte als der Weg in die Opposition. Noch einmal große Koalition als Prügelknabe von Merkel, die dafür gern die sozialdemokratischen Themen übernahm – das wäre das Ende gewesen.

      1. Das glaube ich allerdings auch. Deswegen auch die Überschrift. Aber die unzufriedenen SPD-Ex-Wähler driften momentan zu den Linken ab. Irgendwie bleibt da nichts mehr für die SPD. Wer soll die noch wählen?

  4. Hab ich grad schon getwittert: Warum SPD wählen? Wenn ich Sozialdemokratie will, wähle ich Die Linken. Bei der SPD gibt’s das nicht mehr. Die Partei ist in einer Sinnkrise: Sie weiß nicht, wofür sie steht. Als Zweit-Union braucht sie einfach keiner.

    1. IMHO ist das völlig richtig. Genau das ist das Problem der SPD, diese Partei hat ihre Identität verloren. Ähnlich wie bei den Grünen auch nach 6 Jahren Regierungsbeteiligung.
      Und die SPD täte gut daran, genau wie es die Grünen mit Fischer gemacht haben, die Protgonisten in die Wüste zu schicken die für diese Identitätskrise verantwortlich sind. Aber diese Zäsur beginnt sich erst zu entwickeln.

  5. Momentan wird das noch schön geredet. Unter einer großen Koalition leiden die beteiligten Parteien immer, heißt es. Stimmt wohl auch. Aber sicher nicht so deutlich.

    Interessant finde ich auch die Verluste nach Altersgruppen. Da zeigen sich dann nicht nur soziale Defizite bei der SPD, sondern auch die Entfernung von den jungen Menschen im Land.

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